
Moskau, 31. Oktober 2018 — Die Ursache für den Absturz des Raumschiffes Sojus MS-10 vom 11. Oktober steht nun amtlich fest. Ein defekter Sensor, der die Abtrennung der ersten von der zweiten Sojus-FG-Raketenstufe signalisiert, habe zu dem Fehlstart geführt, teilte der Amtierende Direktor für die bemannten Programme des Raumfahrtstaatskonzerns GK Roskosmos, Sergej Krikaljow, am Mittwoch auf einer Festveranstaltung zum 55. Jahrestag des Moskauer Instituts für Medizinisch-Biologische Probleme (IMBP) mit.
Durch den Sensorschaden sei einer der vier Seitenbooster der ersten Stufe bei der Abtrennung nicht weit genug von der Rakete entfernt worden und mit dem Tank der Zweitstufe kollidiert, der daraufhin expoldierte.
Wie Krikaljow sagte, werde die derzeitige Mannschaft der ISS mit dem deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst, dem Russen Sergej Prokopjew und der Amerikanerin Serena Aunon-Chancellor nicht am 13., sondern erst am 20. Dezember zur Erde zurückkehren. Die nächste Mannschaft mit dem Russen Oleg Kononenko, dem Kanadier David Saint-Jacques und der Amerikanerin Anne McClain werde am 3. Dezember zur Station starten. Für den 16. November sei der Start des Frachters Progress MS-10 vorgesehen.
Bei dem Fehlstart am 11. Oktober überlebten der Russe Alexej Owtschinin und der Amerikaner Nick Hague, weil das Sojus-Rettungssystem perfekt funktionierte. Das Duo soll nun im Frühjahr 2019 zur ISS fliegen.
(c) Gerhard Kowalski