
Wie das Institut mitteilte, wurden dabei neue Methoden und Apparaturen erprobt, die künftig zu weiteren Tests zur Internationalen Raumstation ISS gebracht werden sollen. Leider sei es nicht gelungen, die Bodenproben zu nehmen und das Lunochod ausfindig zu machen.
Für das Experiment waren bewusst ausschließlich Frauen ausgesucht worden. Damit wollten die Wissenschaftler die physiologischen Veränderungen im weiblichen Organismus und die Besonderheiten des psychologischen Zusammenwirkens in einem Frauenkollektiv unter den Bedingungen der Isolation von der Außenwelt untersuchen, wie der Leiter des Projekts, Sergej Ponomarjow, der Nachrichtenagentur TASS sagte.
Die Versuchsanlage im IMBP, für die Teile des ehemaligen Mars-500-Experiments genutzt wurden, bestand aus zwei Containern mit 150 beziehungsweise 250 Kubikmetern Rauminhalt. Im ersten befanden sich sechs individuelle Kabinen für die Teilnehmerinnen, die Küche, eine Krankenstation, das Hauptsteuerpult und einzelne Lebenserhaltungssysteme. Der zweite beherbergte einen Fitness-Stand, eine Schleuse für die Entsorgung von Abfällen und die restlichen Lebenserhaltungssysteme.
Das IMBP plant in Zukunft weitere derartige Experimente, darunter eines von einem Jahr Dauer. Das nächste soll bereits im kommenden Jahr stattfinden.
(c) Gerhard Kowalski